Traumatherapie

Haben Sie oder Ihr Kind Situationen erlebt, die sie als sehr beunruhigend oder ängstigend empfunden haben, waren Sie oder Ihr Kind gänzlich damit überfordert? Erfahrungen dieser Art können unsere normalerweise gut funktionierenden Strategien der Bewältigung außer Kraft setzen.  Auch länger zurückliegende Erlebnisse hinterlassen in der Seele Spuren, die sich noch lange nach dem Ereignis sehr störend auswirken können.

Folgende Geschehnisse können traumatisieren:

  • Unfälle und Katastrophenereignisse
  • schwere Erkrankung (auch von Angehörigen)
  • Verlust von Angehörigen durch Trennung oder Tod
  • ständiger Streit und häusliche Gewalt
  • Hänseleien und Mobbing
  • sexualisierte Gewalt
  • Vernachlässigung und verbale Demütigungen
  • soziale Isolation, Flucht und Exil

Besonders kleine Kinder zeigen ihre Überforderung durch Veränderungen im Verhalten, etwa durch unvorhersehbare Ausbrüche von Aggression, vermehrter Ängstlichkeit oder Schlafstörungen. Es kann auch sein, dass sie Entwicklungsschritte zurückgehen, z.B. wieder einnässen. Ihr Spiel weist endlos wiederholte Situationen auf, sie wirken nach solch einem Spiel nicht zufrieden oder entspannt. Ältere Kinder und Jugendliche ziehen sich oftmals aus ihren sozialen Kontakten zurück, geben ihre Freizeitbeschäftigungen auf,  versagen in der Schule, verletzen sich selbst oder entwickeln eine Essstörung.

Erwachsene verdrängen lange Zeit erfolgreich die schlimme Erfahrung, möglicherweise erinnern sie gar nicht mehr daran und vermeiden Situationen, die daran erinnern könnten. Dies kann zur erheblichen Einschränkungen im Alltag führen. Die Verdrängung und das Funktionieren im Alltag erfordern ein hohes Maß an Energie, die dann für anderes im Leben fehlt. Dass etwas nicht stimmt, macht sich vielleicht durch Albträume oder Angstzustände bemerkbar.

Je jünger Menschen sind, umso mehr Unterstützung benötigen sie, um seelisch erschütternde Lebenserfahrungen zu verarbeiten. Nicht nur bei Kindern und Jugendlichen steht die Gewährleistung von Schutz und äußerer Sicherheit an erster Stelle.  Daher arbeite ich mit Eltern oder anderen unterstützenden Personen zusammen, was zum Erfolg der Traumatherapie maßgeblich beiträgt.

In der schonenden Traumatherapie steht Wiedergewinnung von Sicherheit und Kontrolle im Alltag sowie die Normalisierung von Empfindungen, Gedanken und Gefühlen im Vordergrund. Auch Kinder und Jugendliche erhalten altersentsprechende Informationen, um ihre störenden oder ängstigenden Reaktionen und Verhaltensweisen zu verstehen. Dies wirkt sich vorteilhaft auf den weiteren Verlauf der Psychotherapie aus.

Positive Veränderung braucht Zeit und Geduld. Unter Berücksichtigung der aktuellen Erkenntnisse der Psychotraumatologie stehe ich als verlässliches und vorbehaltloses Gegenüber zur Verfügung.